Gefälschte / Fake Tasche gekauft – Was tun?

Gefälschte / Fake Tasche gekauft – Was tun?
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In diesem Artikel geben wir einige Tipps, was Ihr tun könnt, wenn Ihr versehentlich eine gefälschte Tasche gekauft habt.

Fake Tasche gekauft…und jetzt?

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Selbst wenn man noch so vorsichtig ist und vorab alle möglichen Faktoren des Verkäufers gecheckt hat (positive Bewertungen, gute Rezensionen, zufriedene Käufer…) kann es dennoch passieren, dass man die Tasche zuhause unter die Lupe nimmt, einen Fake-Check macht und herausfindet, dass sie unecht ist.

Das Wichtigste in einer solchen Situation ist es, die Ruhe zu bewahren und nicht gleich aus dem Fenster zu springen oder einen Golfschläger aus dem Schuppen zu zerren.

Gefälschte Tasche gekauft – Vorgehensweise

Schritt 1:
Bevor man jetzt das große Trommeln anfängt und alle Freunde und Bekannte alarmiert oder bei einem Onlinekauf eine schlechte Bewertung schreibt, empfehlen wir die Tasche unter den Arm zu packen und direkt den Gang in eine Marken-Boutique zu wagen um den Verdacht von einem Profi bestätigen zu lassen. Viele Mitarbeiter werden explizit geschult um Kunden aufzuklären und die Marke zu schützen.

Schritt 2:
Ab jetzt solltet Ihr alles dokumentieren was mit dem Kauf zu tun hat. Hier ist eine kleine Frageliste zur Faktensammlung.

  • Wann und wo habe ich die Tasche gekauft?
  • Habe ich eine Quittung? Bestätigungsmail? Message vom Verkäufer?
  • Adresse, Telefonnummer? FB-Account?

Schritt 3:
Nun nehmt Ihr direkt Kontakt mit dem Verkäufer auf. Generell sollte man es erstmal über Freundlichkeit versuchen und den jeweiligen Menschen am andern Ende der Leitung auf die Mängel an der Ware hinweisen. Es kann auch sein, dass Ihm die Ware ebenfalls als „Original“ verkauft wurde und er garnichts davon weiss. Beschreibt Ihm dann ruhig und genau die Auffälligkeiten. Man kann auch die Nummer der Marken-Boutique zur Bestätigung mit angeben. In einem solchen Fall wird er sich gerne auf eure Seite stellen und der Sache schnellstmöglich nachgehen.

Ihr könnt:

  • Die Rückabwicklung des Kaufs verlangen.
  • Bei Fälschungen die Nachlieferung des Originals verlangen.
  • Erklären, dass der Verkäufer das Rückporto erstatten soll.
  • Eine 7-Tage-Frist setzen.

Wichtig: Schickt die Ware erst zurück, wenn Ihr das Geld bekommen habt!

Sollte er mauern und euch mit irgendwelchen Halbweisheiten abspeisen oder sogar frech werden, sieht die Geschichte ein wenig anders aus und es ist Schluß mit der großen Freundlichkeit. Dann habt Ihr die Möglichkeit eine Strafanzeige wegen Fälschung zu erstatten. Manchmal reicht dieser Hinweis, mit einer gesetzten Frist, beim Verkäufer auch schon aus um Ihn ein in Bewegung zu setzen. Bewegt sich der Verkäufer dennoch keinen Meter, wandert man mit seinen Dokumentierten Daten sowie der Fake-Tasche zur Polizei und erstattet eine Anzeige. In einem solchen Fall habt Ihr Zivilrechtlich Anspruch auf Schadenersatz oder das Original.

Ebay, Amazon, Paypal und Co informieren
Bei den meisten Anbietern kann man über die Website direkt einen „Fall eröffnen“ oder den Fehlkauf „melden“. Selbst bei Privatverkäufen macht es Sinn Paypal zu nutzen, da man innerhalb von 45 Tagen den Käuferschutzantrag nutzen kann indem man einen Fall eröffnet. Ganz wichtig ist dabei die Formulierung „von der Beschreibung abweichenden Artikel“. Mit ein wenig Glück bekommt Ihr das Geld direkt zurückerstattet. Erwähnt in der Beschreibung nicht, dass es sich um eine Fälschung oder ein Plagiat handelt, denn dann fordern viele Anbieter eine Bestätigung vom Hersteller und alles zieht sich unnötig in die Länge. Mega aufwändig!


Wer sich für Originale interessiert sollte einen Blick auf diesen Artikel werfen.


In jedem Fall wünschen wir Euch viel Erfolg mit diesen Tipps!

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